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Schlafsack : Trakker AS 365
Nach längeren Überlegungen ob ich sowas überhaupt bräuchte, habe ich mich entschieden: Ich brauche!!!
Jedes Jahr im Frühling und im Herbst kommt der Wunsch auf, doch eine mehrtägige Angelsession zu machen. Jedes mal scheiterte es dann daran, dass es Nachts doch ziemlich kalt werden kann, nur so mit Zelt und Schlafsack.
Also: ein Schlafsack mit dem man auch bei minus Graden Zelten kann muss her!
Nach einigem stöbern im Internet und in verschiedenen Foren bin ich auf die Firma Trakker gestoßen. Die Schlafsäcke von Trakker werden verschiedentlich sehr gelobt.
Ich habe mich für das neueste Modell: den Trakker AS 365 entschieden. Laut Beschreibung ein "Schlaf System" für 365 Tage im Jahr.
- Hier die Fakten:
- Wasserdicht
- Atmungsaktiv
- Zweiteilig, Innenteil heraustrennbar
- Innenteil wendbar, 1 Seite Fleece, andere Seite weiches glattes Nylon
- Reißverschlüsse beidseitig
- An Kopf- und Fussende eine Tasche, in der Mitte einen Gurt.
Zunächst mal zur Form: das ist kein Mumien-Schlafsack. Die Form ist rechteckig, Länge ca. 200cm, Breite ca. 90cm.
Kapuze hat er keine, aber man kann mittels Kordel die Öffnung um den Hals zuziehen und die Ecken des Kopfteils mit einem Klettverschluss enger machen. Für den Kopf empfehle ich in kalten Nächten trotzdem eine Mütze.
Befestigt wird der Schlafsack an der Liege mittels der am Kopf- und Fussende angebrachten Taschen und in der Mitte gegen verdrehen mit dem stabilen Gurt der unter der Liege zusammengeklipst wird.
Der innere Schlafsack ist mit "Haken und Ösen" (siehe Fotos) am Äusseren befestigt. Wer's lieber weich und kuschelig mag, dreht das Fleece nach innen und wer lieber eine glatte Oberfläche mag nimmt die Nylon-Seite nach innen.
Im Sommer wird dann einfach ohne den Innenteil geschlafen. Der Reißverschluss macht einen stabilen Eindruck und lässt sich ohne Gehakel auf- und zuziehen. Sowohl aussen als auch innen gibt es einen "Zip" zum dran ziehen. Wenn's mal schnell gehen muss, kann man einfach den oberen und unteren Schlafsackteil auseinander ziehen und "Zuppp" ist der Schlafsack offen.
Einen ersten "Schlaf-Test" habe ich auch schon gemacht: Da ich auf die Schnelle nicht angeln gegangen bin, habe ich eine Nacht draussen unterm Vordach geschlafen. Temperatur +2 Grad Celsius. Die Liege und den Schlafsack habe ich schon 2 Stunden vorher draussen aufgebaut, damit das ganze schon mal die Umgebungstemperatur annimmt. Nur um zu schauen, wie schnell es im kalten Schlafsack warm wird. Nun in Unterhose und T-Shirt rein, war es schon nach kurzer Zeit mollig warm (mir fast schon zu warm) und so blieb es dann bis zum nächsten Morgen. Weitere Erfahrungen werde ich berichten wenn ich angeln war.
Ich wünsche warme Nächte,
SH
UPDATE:
Mittlererweile war ich ein kaltes Wochenende angeln.Der Schlafsack hält was der Hersteller verspricht. Bei (laut Autoaussenthermometer) -6 Grad Celsius hat man es im Schlafsack wirklich kuschelig warm. Er ist tatsächlich wasserabweisend und atmungsaktiv. Da es ende November ja schon um ca. 17:00 Uhr dunkel wird und erst um ca. 07:00 wieder hell, habe ich mich der Gemütlichkeit halber schon um ca. 19:00 Uhr in den Schlafsack verkrochen und ein spannendes Buch gelesen bis zum Einschlafen. Das heist, ich war jede Nacht ca. 12 Stunden im Schlafsack. Bekleidet war ich mit dünner Fleece Unterwäsche, die mir aber fast schon zu warm war (ich war tatsächlich kurz vor'm schwitzen). Trotzdem war morgens im Schlafsack von Feuchtigkeit durch Körperverdunstungen nichts festzustellen. Das heißt, die Atmungsaktivität funktioniert. Wenn ich von draussen aus dem Schneegestöber in's Zelt kam ist des öfteren von meiner Jacke Wasser auf den Schlafsack getropft, das immer abperlte, so wie man sich das bei "Wasserabweisend" vorstellt.
- Aber es gibt auch ein paar Nachteile:
- Leute die deutlich über 1,8m groß sind, könnten evtl. mit den Schultern im Freien liegen.
- Der Innensack kann gegenüber dem Aussensack verrutschen und Falten bilden, das mag nicht jeder.
- Wenn man nicht in der Mitte sondern mit dem Körper am Reisverschluß liegt, zieht es tierisch kalt zu demselben rein.
Hier sind noch ein paar Bilder von dem Angelwochenende: